Ein Prophet
- Ausgedehnt von riesigen Gesichten,
- hell vom Feuerschein aus dem Verlauf
- der Gerichte, die ihn nie vernichten,—
- sind die Augen, schauend unter dichten
- Brauen. Und in seinem Innern richten
- sich schon wieder Worte auf,
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- nicht die seinen (denn was wären seine
- und wie schonend waren sie vertan)
- andre, harte: Eisenstücke, Steine,
- die er schmelzen muß wie ein Vulkan,
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- um sie in dem Ausbruch seines Mundes
- auszuwerfen, welcher flucht und flucht;
- während seine Stirne, wie des Hundes
- Stirne, das zu tragen sucht,
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- was der Herr von seiner Stirne nimmt:
- Dieser, Dieser, den sie alle fänden,
- folgten sie den großen Zeigehänden,
- die Ihn weisen wie Er ist: ergrimmt.
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- Einmal war ich weich wie früher Weizen,
- doch, du Rasender, du hast vermocht,
- mir das hingehaltne Herz zu reizen,
- daß es jetzt wie eines Löwen kocht.
-
- Welchen Mund hast du mir zugemutet,
- damals, da ich fast ein Knabe war:
- eine Wunde wurde er: nun blutet
- aus ihm Unglücksjahr um Unglücksjahr.
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- Täglich tönte ich von neuen Nöten,
- die du, Unersättlicher, ersannst,
- und sie konnten mir den Mund nicht töten;
- sieh du zu, wie du ihn stillen kannst,
-
- wenn, die wir zerstoßen und zerstören,
- erst verloren sind und fernverlaufen
- und vergangen sind in der Gefahr:
- denn dann will ich in den Trümmerhaufen
- endlich meine Stimme wiederhören,
- die von Anfang an ein Heulen war.
Aus: Der neuen Gedichte, anderer Teil, 1908.
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